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Impuls · 28.09.2026

Die Beziehung zu dir selbst

Wir leben jeden Tag mit uns. Und doch geht unser Blick oft zuerst nach außen:

Was wird von mir erwartet?
Was brauchen die anderen?
Was muss ich noch erledigen?
Wie sollte ich sein?

Die Beziehung zu uns selbst zeigt sich in dem Bild, das wir von uns haben – und in kleinen, oft unbemerkten Momenten:

Wie spreche ich mit mir, wenn mir etwas nicht gelingt?
Nehme ich meine Gefühle ernst oder ignoriere ich sie?
Spüre ich meine Grenzen – und darf ich sie achten?
Kann ich bei mir bleiben, wenn jemand etwas anderes von mir erwartet – oder sage ich Ja, obwohl ich innerlich ein Nein spüre?

Viele Menschen haben früh gelernt, sich anzupassen, zu funktionieren oder eigene Bedürfnisse zurückzustellen. Dahinter stand oft der verständliche Wunsch, dazuzugehören, Konflikte zu vermeiden oder Sicherheit zu finden.

Was früher hilfreich war, kann später jedoch dazu führen, dass wir uns selbst kaum noch wahrnehmen. Wir wissen, was zu tun ist – aber nicht mehr, was wir fühlen oder wollen.

Auch die Art, wie wir heute mit uns selbst umgehen, hat eine Geschichte.

Eine gute Beziehung zu uns selbst bedeutet für mich nicht, dass wir uns immer gut finden, immer gelassen bleiben oder nur noch an uns denken. Sie bedeutet, uns nicht zu verlassen, wenn es schwierig wird. Die eigene Stimme zu hören und uns selbst nicht zu übergehen. Wahrzunehmen, was wir fühlen und brauchen. Und uns mit derselben Klarheit und Würde zu begegnen, die wir auch einem anderen Menschen wünschen.

Vielleicht magst du heute auf zwei Fragen achten:

  • Was sage ich mir, wenn etwas nicht gelingt?
  • Und was würde ich in diesem Moment wirklich von mir brauchen?

Manchmal beginnt Veränderung nicht mit einer großen Entscheidung, sondern mit einem stillen Moment, in dem wir uns selbst wieder zuhören.

Herzlichst
Alois Mennel

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